Financial Times: Journalisten wollen gegen neuen Eigner streiken

Die Journalisten der Financial Times wollen vier Monate nach der Übernahme durch den neuen japanischen Eigner in den Arbeitskampf treten. Die Journalisten protestieren gegen die Pensionspläne des Eigners und sprechen von Pensionsraub.

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Der britischen Traditionszeitung Financial Times steht ein Streik ins Haus, und das nur rund vier Monate nach der Übernahme durch den neuen japanischen Eigner. Die Journalistengewerkschaft NUJ erklärte am Donnerstag, zwei Drittel ihrer Mitglieder bei dem lachsrosa-farbenen Wirtschaftsblatt hätten wegen umstrittener Pläne zur Altersvorsorge über einen Arbeitskampf abgestimmt. Rund 92 Prozent hätten dabei für einen Streik votiert.

Die NUJ wirft dem FT-Management und der japanischen Mediengruppe Nikkei als neuem Eigner einen „Pensionsraub“ von umgerechnet rund 5,7 Millionen Euro vor. Kern des Streits ist der Plan, das Altersvorsorge-System zu ändern und Einsparungen unter anderem für die Mietzahlung des Redaktionsgebäudes in London zu nutzen. Der FT-Sitz an der Southwark Bridge gehört noch dem Verlaghaus Pearson, das die Zeitung im Juli für rund 1,2 Milliarden Euro an die Japaner verkauft hatte.

Auch Axel Springer hatte sich für das Blatt interessiert. Den Berlinern war jedoch der Preis zu hoch.

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