Allianz kündigt Rückzug aus allen Kohle-Investments an

Die Allianz steigt aus ihren Kohle-Investments aus. Sie reagiert damit auf Warnungen, solche Investments könnten wegen plötzlicher, strenger Regulierungen als gestrandete Assets gewertet werden und damit zu großen Verlusten führen.

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Die Allianz will nicht mehr in Kohle investieren. In einem am Montagabend veröffentlichten Interview des ZDF-Magazins Frontal 21 sagte Andreas Gruber, Chefinvestor der Allianz: „Die Allianz steigt aus der Kohle aus. Wir werden nicht mehr in Bergbau -und Energieunternehmen investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes beziehungsweise ihrer Energieerzeugung aus Kohle generieren. Der Abbau wird über die nächsten sechs Monate per Aktien erfolgen, bei festverzinslichen Anlagen werden wir keine Verkäufe tätigen, aber wir werden unsere bestehenden Investments auslaufen lassen.“

Die Allianz reagiert damit auf eine Warnung des Gouverneurs der Bank of England: Mark Carney hat gewarnt, dass Investments in klimaschädliche Industrien durch den Regulator als gestrandete Assets qualifiziert werden könnte. Erhebliche Wertverluste wären die Folge.

Branchenkenner schätzen, dass es beim Kohle-Ausstieg um ein Gesamtvolumen von etwa vier Milliarden Euro geht. Das Geld ist beispielsweise in Kohleminen und -kraftwerke investiert. Der Versicherungskonzern ist überzeugt, klimaschädliche Investments rechneten sich in Zukunft nicht mehr.

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