Anschlag gegen Leibgarde des Präsidenten in Tunesien

In Tunesien hat ein Anschlag auf die Leibgarde des Präsidenten elf Tote gefordert. Tunesien ist das einzige Land Nordafrikas, das nach dem Arabischen Frühling einigermaßen stabil geblieben ist.

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In der tunesischen Hauptstadt Tunis sind bei einem Anschlag auf ein Militärfahrzeug mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Der Bus habe Angehörige der Leibgarde des Präsidenten transportiert und sei auf einer Hauptstraße im Zentrum von Tunis explodiert, verlautete aus dem Präsidialamt und aus Sicherheitskreisen. Es handele sich um einen Anschlag. Es sei aber noch nicht klar, ob es sich um eine Bombe handele oder ob auf den Bus geschossen worden sei.

In Tunesien wurden in diesem Jahr bereits zwei schwere Anschläge auf Touristen verübt, zu denen sich in beiden Fällen die radikal-islamische IS-Miliz bekannt hat. Im Juni erschoss ein Mann an einem Hotel-Strand 38 Urlauber. Im März tötete ein Bewaffneter 21 Touristen im Bardo-Museum in Tunis.

Die tunesische Armee bekämpft zudem eine radikal-islamische Gruppe, die in den Bergen an der Grenze zu Algerien ihre Hochburgen hat. Die Extremisten haben wiederholt Kontrollposten der tunesischen Sicherheitskräfte und Patrouillen in der ländlichen Gegen angegriffen.

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