Renten-Erhöhung: Zehntausende Rentner müssen plötzlich Steuern zahlen

Zehntausende Rentner in Deutschland müssen 2016 erstmals Steuern zahlen. Durch eine Rentenerhöhung um 2,5 Prozent überschreiten im kommenden Jahr viele erstmals den Grundfreibetrag. Das Finanzministerium rechnet dadurch mit 310 Millionen Euro an steuerlichen Mehreinnahmen.

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Wegen des Anstiegs der Renten in diesem Sommer müssen zehntausende Ruheständler im kommenden Jahr vermutlich erstmals eine Steuererklärung abgeben. Bei rund 70.000 Rentnern, die sonst im Jahr 2016 nicht steuerbelastet gewesen wären, entstehe voraussichtlich „eine positive Steuerschuld“, hieß es in einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei, die der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag. Der steuerpflichtige Teil der Rentenbezüge übersteigt bei ihnen dann erstmals den Grundfreibetrag.

Für über 20 Millionen Rentner gibt es seit dem 1. Juli mehr Geld: Die Renten stiegen um 2,1 Prozent im Westen und um 2,5 Prozent im Osten. Durch die diesjährige Rentenanpassung rechnet das Bundesfinanzministerium für 2016 mit steuerlichen Mehreinnahmen von schätzungsweise etwa 310 Millionen Euro. Insgesamt müssen voraussichtlich 3,9 Millionen Rentner eine Steuererklärung abgeben, wobei in dieser Zählung zusammen veranlagte Paare nur als ein Steuerpflichtiger berücksichtigt sind. 2014 gab es rund 20,6 Millionen Rentner in Deutschland.

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