Australien: Einbruch bei Unternehmens-Investitionen

Unternehmen in Australien haben ihre Investitionen drastisch zurückgefahren. Im dritten Quartal schrumpften die Ausgaben um 9,2 Prozent. Der Rekord-Einbruch betrifft besonders die Rohstoffpreis-abhängigen Minen-Betreiber.

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Die Investitionen der australischen Unternehmen sind im dritten Quartal so stark eingebrochen wie noch nie. Sie schrumpften um 9,2 Prozent auf 31,4 Milliarden australische Dollar (gut 21 Milliarden Euro), wie das Statistikamt am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang – es war bereits der vierte in Folge – fiel mehr als dreimal so stark aus wie von Ökonomen erwartet. Die Unternehmen gaben sowohl für Ausrüstungen wie Maschinen als auch für Gebäude weniger aus.

Besonders die Bergwerksunternehmen hielten sich mit Investitionen zurück: Diese sanken um mehr als zehn Prozent. Mehr als ein Jahrzehnt lang profitierten sie vom Boom in Schwellenländern wie China, der die Nachfrage nach Rohstoffen nach oben trieb. Der Anteil der Branche an der gesamten Wirtschaftsleistung Australiens vervierfachte sich binnen einer Dekade auf rund acht Prozent. Die schlappe Weltkonjunktur macht den Minenbetreibern aber nun zu schaffen.

Der australische Dollar geriet nach Bekanntgabe der Daten unter Druck: Er verlor rund einen Drittel Cent im Vergleich zum US-Dollar.

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