Keine Geschäfte auf Kredit: China reguliert Derivate-Handel

Chinas Börsenaufsicht will Geschäfte mit schuldenfinanzierte Derivaten einschränken. Die Händler sollen außerbörsliche Swap-Geschäfte auf Kreditbasis herunterfahren. Die Regulierung soll eine drohende Blasenbildung vermeiden.

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Die chinesische Börsenaufsicht will Blasen am Aktienmarkt verhindern und geht deshalb Insidern zufolge verstärkt gegen auf Pump finanzierte Derivate-Deals vor. Die Regulierungsbehörde CSRC habe die heimischen Wertpapierhändler aufgefordert, außerbörsliche Swap-Geschäfte auf Kreditbasis herunterzufahren, sagten zwei eingeweihte Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Mit ihrem Vorgehen gegen den schuldenfinanzierten Handel wolle die Aufsicht vermeiden, dass der von Kleinanlegern dominierte Finanzmarkt erneut gefährlich aufgebläht werde. Die CSRC habe schon während des Börsencrashs im Sommer diese Geschäfte stoppen wollen, unter dem Lobby-Einfluss der Broker aber davon abgesehen.

Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass Chinas größter Broker CITIC Securities bestimmte Finanzderivate um umgerechnet 148 Milliarden Euro zu hoch angesetzt hatte. Das Unternehmen machte eine Computerpanne dafür verantwortlich, nachdem die eigenen Systeme auf den neusten Stand gebracht worden seien. Vorwürfe eines Fehlverhaltens an die Adresse von CITIC gibt es bislang nicht. Die Behörden untersuchen aber inzwischen, ob gegen Vorgaben verstoßen wurde. Nach einem langen Boom an den chinesischen Aktienmärkten hatte es im Sommer einen spektakulären Kursrutsch gegeben, der an den Märkten weltweit für Verunsicherung sorgte.

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