Gegen den Dollar: China und die EZB testen Währungs-Swap

Chinas Notenbank hat mit der EZB testweise Devisen-Tausch-Geschäfte durchgespielt. Über Tausch-Abkommen leihen sich Notenbanken in Krisenzeiten untereinander Devisen. Der Test zeigt: China ist drauf und dran, den Yuan als Weltwährung zu etablieren.

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China Notenbank hat mit der EZB ein Verfahren für Devisentausch-Geschäfte durchgespielt. Wie die Pekinger Zentralbank PBOC am Donnerstag mitteilte, waren entsprechende Tests im April und November erfolgreich. Sie seien ein weiterer Schritt auf dem Weg, bilaterale Handelsgeschäfte und Investitionen zu erleichtern. Die EZB bestätigte in einer Mitteilung, dass die Testphase gut verlaufen sei.

Die Übungen seien kein Vorlauf für eine Aktivierung eines Devisen-Tauschgeschäfts – im Fachjargon „currency swap“ genannt, teilte die EZB weiter mit. Die Europäische Zentralbank hatte im Oktober 2013 mit der PBOC ein Abkommen geschlossen, dass solche Geschäfte mit einem maximalen Volumen von 350 Milliarden Renminbi und 45 Milliarden Euro ermöglichen soll. Die EZB kann damit im Ernstfall auf plötzliche und zeitweise Verwerfungen auf dem Renminbi-Markt reagieren.

Über Devisentausch-Abkommen leihen sich die großen Notenbank der Welt von Washington bis Tokio untereinander Devisen. Die ersten großen Dollar-Swap-Abkommen waren in der Finanzkrise eingeführt worden, als die Geldmärkte austrockneten und angeschlagene Banken sich kaum noch benötigte US-Devisen beschaffen konnten.

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