HSBC macht Geschäft mit reichen Kunden in Indien dicht

Die HSBC-Bank schließt ihr Geschäft mit Vermögensverwaltung in Indien. Die Maßnahme ist Teil des Sparkurses bei der größten europäischen Bank. Das traditionell stark auf Asien konzentrierten Institut kämpft in der Region mit den Auswirkungen der konjunkturellen Abkühlung.

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Europas größte Bank HSBC treibt ihren Sparkurs voran und macht die Vermögensverwaltung in Indien dicht. „Nach einer strategischen Überprüfung unserer Privatkundenaktivitäten in Indien haben wir uns entschlossen, das Geschäft zu schließen“, sagte ein Sprecher der Bank am Freitag in Mumbai. Andere Dienstleistungen in dem umkämpften indischen Markt würden weitergeführt. Zuletzt machte dem traditionell stark auf Asien konzentrierten Institut unter anderem die Konjunkturabkühlung in Fernost zu schaffen. HSBC-Chef Stuart Gulliver setzt auf eine Schrumpfkur. Ein Teil der Strategie umfasst auch Verkäufe.

Im Sommer hatte sich das Institut bereits von seinen Geschäften in Brasilien getrennt. Auch aus der Türkei will sich HSBC zurückziehen. Gullivers Plänen zufolge sollen knapp 50.000 Stellen gestrichen werden – die Hälfte davon über Verkäufe. Insgesamt hatte das Institut zuletzt noch knapp 260.000 Mitarbeiter.

Viele ausländische Geldinstitute bauten vor einigen Jahren aggressiv Geschäft in Indien auf, um am stabilen Wirtschaftswachstum des Landes teilzuhaben. Doch der Markt ist umkämpft. Auch wenn Indien im schnellen Tempo Millionäre hervorbrachte, schlug sich das nicht in den Gewinnen der Vermögensverwalter nieder, die gut bezahlte Manager-Teams zur Betreuung aufbauten.

 

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