Russland-Sanktionen: Deutliche Verluste für deutschen Maschinenbau

Die deutschen Maschinenbauer haben zwischen August und Oktober unterm Strich sechs Prozent weniger Aufträge verbuchen können als im Vorjahr. Probleme: Die Russland-Sanktionen und die Baisse bei den Rohstoffpreisen.

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Nach der Berg- und Talfahrt der vergangenen Monate bewegt sich die Nachfrage nach Maschinen „Made in Germany“ inzwischen insgesamt auf Vorjahresniveau. „Für das laufende Jahr ergibt sich daraus nach zehn Monaten ein insgesamt stagnierender Auftragseingang“, sagte der Experte des Branchenverbandes VDMA, Olaf Wortmann, am Dienstag. Die EU-Sanktionen gegen Russland treffen die Maschinenbauer besonders, doch auch die fallenden Rohstoffpreise machen sich bemerkbar: Die Unternehmen investieren weniger, und dies hat Folgen für den Maschinenbau in Deutschland, der mit über eine Million Beschäftigten das Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist. Auch Linde musste deshalb bereits seine Ziele kassieren.

Im aussagekräftigeren Drei-Monats-Vergleich verbuchten die Maschinenbauer zwischen August und Oktober unterm Strich ein Minus von 6 Prozent. Auch hier sorgten die Euro-Partnerländer mit einem Plus von 16 Prozent für positive Stimmung, während die Bestellungen aus dem Ausland insgesamt um 5 Prozent und die Inlandsorders um 7 Prozent zurückgingen

Die hiesigen Maschinen- und Anlagenbauer verbuchten im Oktober ein Orderplus von vier Prozent. Während die Inlandsnachfrage um vier Prozent zurückging, legte das Auslandsgeschäft um acht Prozent zu. Kräftiger Schub sei von den Euro-Partner-Ländern ausgegangen. „Großanlagengeschäfte sorgten hier für ein Plus von 55 Prozent. Doch auch ohne die Anlagen wäre das Wachstum zweistellig ausgefallen“, sagte Wortmann.

Der Branchenverband kassierte wegen der mauen Geschäfte bereits Mitte Juli seine Produktionsprognose für 2015 und erwartet nun Stagnation statt eines zweiprozentigen Wachstums. Auch für 2016 werden keine Zuwächse erwartet.

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