Druck der Aktionäre: Yahoo prüft Verkauf des Kerngeschäfts

Der Konzern will eigentlich den Anteil an der chinesischen Handelsplattform Alibaba verkaufen und den Erlös an seine Aktionäre ausschütten. Doch weil die US-Behörden nicht garantieren können, dass dies steuerfrei bleibt, verlangen die Aktionäre eine Abstoßung des Kerngeschäfts.

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Yahoo-Aktien verbuchten nach der Ankündigung einen deutlichen Kursgewinn. (Grafik: <a href="http://www.ariva.de/yahoo-aktie/chart?antiAlias=1&amp;boerse_id=131&amp;size=900x420&amp;t=week&amp;go=1&amp;go=1&amp;quoteType=last" target="_blank" rel="nofollow">ariva.de</a>)

Yahoo-Aktien verbuchten nach der Ankündigung einen deutlichen Kursgewinn. (Grafik: ariva.de)

Yahoo will laut einem Zeitungsbericht auf Druck seiner Aktionäre einen Verkauf des Kerngeschäfts prüfen. Der Verwaltungsrat des Online-Pioniers wolle in mehreren Runden von Mittwoch bis Freitag über eine solche strategische Wende beraten, schrieb das Wall Street Journal in der Nacht zu Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen.

Der Konzern will eigentlich den Anteil an der chinesischen Handelsplattform Alibaba verkaufen und den Erlös an seine Aktionäre ausschütten. Doch auch kurz vor dem geplanten Abschluss der Transaktion Anfang kommenden Jahres bleibt unklar, ob sie steuerfrei umgesetzt werden kann. Die US-Steuerbehörde will das nicht garantieren.

Der Finanzinvestor Starboard Value bekam deswegen kalte Füße und forderte Yahoo Mitte November auf, stattdessen sein Internet-Kerngeschäft abzustoßen. Yahoo hatte zuletzt bekräftigt, der Verkauf der Alibaba-Beteiligung werde vorangetrieben und man habe Wachstumspläne für das Geschäft als Internet-Konzern. Firmenchefin Marissa Mayer versucht allerdings bereits seit rund drei Jahren weitgehend erfolglos, wieder Schwung bei Yahoo reinzubringen: Die Werbeeinnahmen schwächeln und auch der Fokus auf Medien-Inhalte wie Online-Video brachte zuletzt Verluste.

Als Folge wären die Beteiligungen an Alibaba und Yahoo Japan an der Börse rein rechnerisch mehr wert als ganz Yahoo mit aktuell gut 30 Milliarden Dollar. Die Anleger sehen also kaum Wert im Kerngeschäft.

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