Großbritannien fürchtet IS-Angriff auf Stromversorgung und Flugsicherung

Großbritannien erhöht seine Militärausgaben für den Cyber-Krieg. Die Regierung fürchtet Angriffe des IS auf die Stromversorgung, Flugsicherung oder Krankenhäuser. Bisher hat der IS nichts dergleichen gemacht. Das Problem solcher Angriffe: Die tatsächlichen Täter sind faktisch nicht ausfindig zu machen.

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Großbritannien investiert verstärkt in die Abwehr potenzieller Cyberangriffe der radikalen Miliz Islamischer Staat (IS). „Es könnte kaum mehr auf dem Spiel stehen“, warnte Finanzminister George Osborne laut Manuskript für eine an diesem Dienstag geplante Rede. Sollten etwa die Stromversorgung, Flugsicherung oder Krankenhäuser online angegriffen werden, würde das nicht nur wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen. Es würden auch Menschen umkommen. Noch sei es dem IS zwar nicht gelungen, durch eine Cyberattacke auf die Infrastruktur Menschen zu töten. „Aber wir wissen, dass sie das wollen.“ Daher sei es richtig, bis 2020 den Cybersicherheits-Etat auf umgerechnet insgesamt 2,7 Milliarden Euro nahezu zu verdoppeln, auch wenn an anderer Stelle gespart werden müsse. „Das Internet stellt eine kritische Achse potenzieller Verwundbarkeit dar.“

Die Entscheidung zur Aufstockung des Cyber-Haushalts sei vor den Anschlägen von Paris gefallen, fügte Osborne hinzu. Premierminister David Cameron hatte am Montag mehrere Maßnahmen zur Vorkehr gegen islamistische Angriffe angekündigt. So will er 1900 zusätzliche Geheimdienstmitarbeiter einstellen.

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