Bayer wegen Zulassungsstudie im Visier der Arzneimittelaufseher

Die Arzneimittelbehörden haben den Pharmakonzern Bayer ins Visier genommen. Bei der bereits abgeschlossenen Zulassungsstudie für den Gerinnungshemmer Xarelto soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein.

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Nachdem bekannt wurde, dass Bayer mit seiner Zulassungsstudie ins Visier der Arzneimittelaufseher geraten ist, verlor die Aktie des Pharmakonzern am 9. Dezember an Wert. (Grafik: ariva.de)

Nachdem bekannt wurde, dass Bayer ins Visier der Arzneimittelaufseher geraten ist, verlor die Aktie des Pharmakonzern am 9. Dezember an Wert. (Grafik: ariva.de)

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer ist ins Visier der Arzneimittelbehörden geraten. Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigte am Mittwoch auf Anfrage eine Prüfung durch die europäische Zulassungsbehörde EMA. Dabei gehe es darum, ob es bei einer 2010 abgeschlossenen Zulassungsstudie für den Gerinnungshemmer Xarelto zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Zuvor hatte das Handelsblatt über entsprechende Prüfungen in Europa und den USA berichtet. Die Bayer-Aktien büßten im frühen Handel mehr als vier Prozent ein.

Bei Tests von Patienten sei in der Vergleichsgruppe offenbar ein defektes Gerät zur Bestimmung von Blutgerinnungswerten eingesetzt worden. Das Verfahren liege in den Händen der EMA, erklärte das BfArm. Dort war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Bayer erklärte auf Anfrage, man sei über den Vorgang informiert und arbeite eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um mögliche Fragen zu klären. Weitere Studien hätten jedoch das Ergebnis der Zulassungsstudie bestätigt. Xarelto ist einer der großen Hoffnungsträger für Bayer. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei rund 1,7 Milliarden Euro.

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