Trotz Sanktionen: Münchner Messe expandiert nach Russland

Die Münchner Messe kauft die Baumaschinen-Messe in Russland. Die bayrische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ist derzeit in Moskau und will trotz der Sanktionen Aufträge für bayrische IT-Unternehmen aushandeln. Zudem trifft sie sich mit dem Putin-Berater Juri Uschakow.

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Die Münchner Messe steht kurz davor, eines ihrer wichtigsten Geschäfte ihrer Geschichte abzuschließen. Am Mittwoch wird der Messe-Chef Klaus Dittrich in Moskau in Begleitung der bayrischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner den Kaufvertrag für die russische Baumaschinen-Messe CTT EXPO unterzeichnen, berichtet OVB Online. Die CTT EXPO ist die fünftgrößte Baumaschinen-Messe der Welt.

Aigner wird Gespräche mit wirtschaftlichen und politischen Vertretern der Region Moskau führen und sich mit dem außenpolitischen Berater des Kremls, Juri Uschakow, treffen. Bayrische IT-Unternehmen erhoffen sich Aufträge im Bereich der Digitalisierung Moskaus. „Für mich als Wirtschaftsministerin ist es entscheidend, die Kontakte aufrechtzuerhalten und zu pflegen“, so Aigner zu OVB.

Zuvor hatten die deutschen Maschinenbauer davor gewarnt, dass die Verlängerung der EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu spürbaren Konsequenzen für den deutschen Export von Maschinen und Anlagen nach Russland führen werde. „Allein in den ersten neun Monaten fielen die Maschinenexporte um knapp 27 Prozent auf 3,58 Milliarden Euro“, so der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VDMA, Thilo Brodtmann.

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