Deutsche-Bahn-Chef Grube soll bei Verspätungen weniger Gehalt bekommen

Das Gehalt des Chefs der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, soll künftig an die Pünktlichkeit der Züge gekoppelt werden. Das hat der Aufsichtsrat der Bahn offenbar beschlossen.

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Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn will das Gehalt von Bahn-Chef Rüdiger Grube einem Bericht zufolge an die Pünktlichkeit der Züge koppeln. „Die Erfolgsprämien sämtlicher Vorstände sollen ab 2016 an Pünktlichkeitswerte geknüpft werden“, zitierte die Wirtschaftswoche am Donnerstag ein namentlich nicht genanntes Mitglied des Gremiums von der Eigentümerseite. Eine entsprechende Entscheidung wolle der Aufsichtsrat am nächsten Mittwoch treffen. Bislang galten solche Kriterien nur für Vorstände im Personenverkehr und der Infrastruktur, für Grube und andere Spartenchefs hingegen nicht.

Die Deutsche Bahn wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Ein Sprecher verwies lediglich darauf, dass die Vergütung der Vorstände Angelegenheit des Aufsichtsrates sei.

Grube bekommt ein Festgehalt von 900.000 Euro im Jahr. Inklusive Erfolgsprämien verdiente er 2014 insgesamt gut 2,4 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr strichen die damals amtierenden Vorstandsmitglieder der Deutschen Bahn insgesamt 10,4 Millionen Euro ein; davon knapp vier Millionen als feste Vergütung.

Auch der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, sprach sich für eine Kopplung der Boni aller Vorstände an die Pünktlichkeitswerte aus. „Sämtliche Vorstände müssen sich künftig an der Qualität der Infrastruktur messen lassen“, sagte Weselsky der Wirtschaftswoche. Die Eisenbahn in Deutschland habe sich in der Vergangenheit „durch kluge Vernetzung, ein von Jahreszeiten unabhängiges Beförderungsangebot und eine hohe Pünktlichkeit“ ausgezeichnet. „Leider sind Netzqualität und Pünktlichkeitswerte derzeit absolut nicht akzeptabel.“ Das müsse besser werden.

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