Loch in der Grenze: Grundbesitzer verweigert Genehmigung für Zaun

Der geplante Zaun im österreichischen Spielfeld wird ein acht Meter langes Loch haben. Ein Ex-Politiker will nicht, dass auf seinem Grund und Boden ein Zaun gebaut wird. Die Polizei will die Lücke nun bewachen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Der Zaun im österreichischen Spielfeld, der gegen den Flüchtlingszustrom aufgestellt werden soll, wird ein 8,1 Meter langes Loch haben. Der Grund: Ein ehemaliger Politiker verweigert den Bau auf seinem Privatgrundstück. Die Grenzpolizei gibt sich gelassen und will den Bereich mit Beamten überwachen. Bei dem Politiker handelt es sich um den Grazer ÖVP-Stadtrat Helmut Strobl.

Strobl hält den Zaunbau für reinen Aktionismus, um die Bürger zu beruhigen. „Die ganze Zaunidee ist auf Steirisch gesagt rausgschmissenes Geld“, zitiert Der Standard den Ex-Politiker. Kein Flüchtling hatte ein Interesse daran, illegal einzureisen. Der vorangegangene Durchbruch der Flüchtlinge fand nur statt, weil es schlichtweg zu wenig Busse gab, meint er.

Für mich ist das total okay. Wir hatten dieses Konzept miterarbeitet. Es handelt sich hier um einen Berg, rund 200 Meter hinauf. Das ist eine nahezu unüberwindbare Stelle. Wo es notwendig ist, werden wir mit Personalressourcen unterstützen“, zitiert der ORF den Vize-Landesdirektor Manfred Komericky.

Ende Oktober hatte sich die Lage an der österreichisch-slowenischen Grenze dramatisch zugespitzt. Tausende Flüchtlinge überquerten die Grenze nach Spielfeld und marschierten zum Teil auf eigene Faust in Richtung Deutschland. Als Konsequenz baut das österreichische Militär einen fast vier Kilometer langen Zaun.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick