Vonovia besorgt sich Milliarden für Kauf von Deutsche Wohnen

Der Immobilienkonzern hat Anleihen im Volumen von drei Milliarden Euro begeben. Diese wurden bereits von diversen Investoren gezeichnet. Vonovia will mit dem Geld eine feindliche Übernahme von Deutsche Wohnen durchführen.

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Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia hat sich auf dem Kapitalmarkt Geld für die geplante feindliche Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen besorgt. Der Immobilienriese teilte am Donnerstag mit, er habe am Mittwoch Anleihen mit einem Volumen von insgesamt drei Milliarden Euro bei Investoren platziert.

Das eingenommene Geld will der Konzern nicht zuletzt zur langfristigen Refinanzierung der Barkomponente des Übernahmeangebots benutzen. Vonovia bietet für den Kauf des Konkurrenten rund 14 Milliarden Euro. Wobei allerdings ein Großteil des Kaufpreises in eigenen Aktien bezahlt werden soll. Die Vonovia-Aktionäre hatten erst kürzlich grünes Licht für die dafür nötige Kapitalerhöhung gegeben.

Das Übernahmeangebot stößt allerdings beim Deutsche-Wohnen-Vorstand auf heftigen Widerstand. Er lehnt den Zusammenschluss als „wertvernichtend“ ab. Die Entscheidung liegt jetzt bei den Aktionären der Deutsche Wohnen. Sie haben bis zum 26. Januar Zeit zu überlegen, ob sie das Angebot von Vonovia annehmen wollen. Damit die Übernahme zustande kommt, müssten dem Bochumer Konzern mindestens 50 Prozent plus eine Aktie angeboten werden. Vonovia wäre nach der Übernahme rund viermal so groß wie der nächste Konkurrent.

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