Erdogan expandiert: Türkei kauft sich in irakische Gasfelder ein

Die Türkei hat sich in mehrere Gasfelder im kurdischen Nordirak eingekauft. Das Land will sich unabhängiger von Energieimporten machen. Zu diesem Zweck kooperiert sie mit der kurdischen Autonomie-Regierung.

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Zahlreiche Öl- und irakische Gasfelder befinden sich im Nordirak. (Grafik: EIA, DWN)

Zahlreiche Öl- und Gasfelder befinden sich im Nordirak. (Grafik: EIA, DWN)

Ankara und die Autonome Region Kurdistan im Nordirak (KRG) haben sich darauf geeinigt, gemeinsam Gas zu fördern. Der staatliche türkische Öl-Riese TPAO hat 80 Prozent der Gasfelder in Soman, Hindren und Arbat erworben, berichtet die Zeitung Vatan. Zudem wird die TPAO 40 Prozent des Gases, das in Pulkana, Jebel Kand und Halakan gefördert wird, erhalten. TPAO wird in den kommenden zwei Jahren 1,5 Milliarden Dollar in die Gasindustrie des kurdischen Irak investieren. Die ersten Gaslieferungen werden ab Ende des kommenden Jahres starten. Die Türkei will sich mit diesem großangelegten Projekt unabhängiger von Energie-Importen machen und ihren Energieträgerzustrom weitgehend selbst kontrollieren.

Unsere jährlichen Ausgaben für Energieträger aus dem Ausland betragen 50 Milliarden Dollar. Die Türkei möchte bis zum Jahr 2023 unter die ersten zehn Industriestaaten aufsteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir angemessene Energiepreise ansetzen (…) Stabile Märkte sind nicht nur aus wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch aus Sicht der nationalen Sicherheit wichtig“, zitiert der staatliche türkische Sender TRT den Vorsitzenden des Energie-Clubs der renommierten Bosporus-Universität, Mehmet Öğütçü.

Der kurdische KRG-Präsident Massoud Barzani ist am Mittwoch nach Ankara gereist, um sich mit seinem Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan zu treffen. Barzani will mit der Türkei kooperieren, um das kurdische Gas über die Türkei auf den Weltmarkt zu bringen, berichtet die kurdische Nachrichtenagentur Rudaw.

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