Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bosch im Diesel-Skandal

In der VW-Affäre um manipulierte Abgaswerte von Dieselautos ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart offenbar wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Betrug gegen den Autozulieferer Bosch. Die Behörde überprüfe, ob die Firma möglicherweise an Straftaten beteiligt war.

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Vor dem Hintergrund des Diesel-Abgasskandals bei Volkswagen hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart Ermittlungen gegen dessen Zulieferer Bosch eingeleitet. Das Verfahren richte sich gegen ein Unternehmen mit Sitz in Stuttgart, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. „Wir gehen dem Verdacht nach, ob sich diese Firma an einer möglichen Straftat eines großen deutschen Automobilkonzerns beteiligt hat.“ Die Ermittlungen seien in Reaktion auf Medienberichte zu dem Fall aufgenommen worden.

Bosch hatte im September erklärt, Komponenten zur Abgasnachbehandlung an Volkswagen geliefert zu haben, für deren Integration sei aber der Autohersteller zuständig. VW hatte zugegeben, die Software bei Diesel-Motoren von elf Millionen Autos weltweit so manipuliert zu haben, dass Stickoxid-Emissionen nur im Prüfstand gesetzeskonform sind.

Ein Sprecher von Bosch erklärte, das Unternehmen kooperiere mit allen Behörden, die zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen wollen. In den USA wie in Deutschland und anderen europäischen Ländern ermitteln Strafverfolger gegen Volkswagen. In den USA wurden Insidern zufolge auch Ermittlungen gegen Bosch wegen des Verdachts der Mitwisserschaft eingeleitet.

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