Trotz Friedens-Plan: Nato schickt Kriegsschiffe in das Mittelmeer

Die Nato hat beschlossen, sich in Syrien verstärkt militärisch zu betätigen. Es ist unklar, ob sich die Mobilisierung gegen Russland richtet.

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Trotz des UN-Friedensplans für Syrien verstärkt die Nato ihre Militärpräsenz im Mittelmeer-Raum.

Die Nato teilt mit, sie werde die Türkei bei der Überwachung des Luftraums an der Grenze zu Syrien unterstützen. Angesichts der unsicheren Lage hätten die Vertreter des Bündnisse die Hilfen beschlossen, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag. Die Nato werde unter anderem AWACS-Flugzeuge bereitstellen. Zudem solle die Überwachung auf dem Mittelmeer durch deutsche und dänische Militärschiffe erhöht werden.

Während sich Stoltenberg nicht auf den Abschuss des russischen Kampfjets im syrisch-türkischen Grenzgebiet im November bezog, sagten Diplomaten die Nato unterstütze die Türkei, um weitere Vorfälle dieser Art zu vermeiden. Im Verhältnis zwischen Russland und der Türkei stehen die Zeichen seitdem auf Eiszeit. Russlands Präsident Wladimir Putin zeigte sich am Donnerstag unnachgiebig und wertete den Abschuss des Kampfjets durch die Türkei als feindlichen Akt.

Die Nato-Aktion ist bemerkenswert, weil sie zeigt, dass die US-Regierung nur bedingt in der Lage ist, das Bündnis zu kontrollieren. Die Nato hat mittlerweile so viele Fronten aufgemacht, dass es für die Regierung in Washington kaum noch möglich ist, sachlich fundierte Entscheidungen zu treffen.

So hatte US-Präsident Barack Obama erst am Freitag die Türkei aufgefordert, sich aus dem Irak zurückzuziehen.

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