UN: Saudi-Arabien bombardiert Zivilisten im Jemen

Die Vereinten Nationen haben erstmals scharfe Kritik am Krieg Saudi-Arabiens im Jemen geäußert. Von der EU oder den USA, deren engste Verbündete die Saudis in der Region sind, hat es bislang kein Wort zu dem völkerrechtswidrigen Einsatz gegeben.

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Die Vereinten Nationen haben angesichts zahlreicher getöteter Zivilisten Saudi-Arabiens Militäreinsatz im Jemen kritisiert. Die heftigen Bombardements in zivilen Gegenden seien äußerst besorgniserregend, sagte Menschenrechtskommissar Zeid Ra’ad al-Hussein am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat. Selbst Krankenhäuser und Schulen seien zerstört worden. Alle Konfliktparteien seien verantwortlich, aber überwiegend seien der Grund wohl Luftangriffe der Militärkoalition unter Saudi-Arabiens Führung.

Die Allianz greift seit März in den Konflikt ein. Ziel ist es, der Regierung im Bürgerkrieg zurück zur Macht zu verhelfen. Vom Iran gestützte Huthi-Rebellen kontrollieren große Teile des Jemen. Unter UN-Vermittlung haben sich die Konfliktparteien auf eine Feuerpause verständigt, gegen die allerdings regelmäßig verstoßen wird.

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