Saudi-Arabien will weltgrößten Ölkonzern an die Börse bringen

Saudi-Arabien will den Ölkonzern Aramco an die Börse bringen. Das islamistische Königreich kämpft gegen die Staatspleite und ist auf neue Einnahmequellen angewiesen.

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Saudi-Arabien erwägt nach einem Bericht des britischen Magazins „The Economist“ zumindest einen Teil-Börsengang des weltgrößten Öl-Konzerns Saudi Aramco. Das Blatt berichtete am Donnerstag, eine Entscheidung darüber solle in den kommenden Monaten fallen. Es sei die Rede davon, zunächst einen Anteil von womöglich fünf Prozent an die Börse in Riad zu bringen. Wegen des Verfalls des Rohölpreises stehen die Staatsfinanzen des Landes unter Druck. Saudi Aramco gilt als eine der wertvollsten Firmen der Welt.

Vize-Kronprinz Mohammed bin Salman sagte dem „Economist“, er persönlich wäre von einem Börsen-Listing begeistert: „Ich denke, das wäre im Interesse des saudischen Marktes und im Interesse von Aramco.“ Zu den aktuellen Spannungen mit dem Iran sagte er, ein Krieg wäre der Beginn einer großen Katastrophe in der Region. „Wir werden so etwas nicht zulassen“, betonte er.

Saudi-Arabien wird vom IWF vom IWF als pleitegefährdet eingestuft. Die islamistische Theokratie versucht, durch eine aggressive Militärpolitik im Nahen Osten den Ölpreis in die Höhe zu treiben, um die Einnahme-Situation zu verbessern – bis jetzt vergeblich. Das Land hat erst vor wenigen Tagen einen strikten Austeritätskurs bekanntgegeben.

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