Schwedens Notenbank zur Intervention am Devisenmarkt bereit

Anders als Dänemark will die schwedische Reichsbank ihre Geldpolitik weiter lockern - notfalls mit einer Intervention.

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Die schwedische Reichsbank will notfalls noch mehr Kronen drucken. (Foto: Riksbank)

Die schwedische Reichsbank will notfalls noch mehr Kronen drucken. (Foto: Riksbank)

Schwedens Notenbank ist im Kampf gegen die unerwünscht niedrige Inflation zu Interventionen am Devisenmarkt bereit. Die Stärke der Krone verhindere, dass die Preise wieder anzögen, erklärte die Zentralbank. Die Bereitschaft der Währungshüter, dagegen vorzugehen und am Devisenmarkt einzugreifen, sei daher sehr hoch. Die Krone verlor nach den Aussagen etwas an Wert. Zuvor hatte die schwedische Währung den höchsten Stand seit neun Monaten erklommen.

Die Währungshüter haben mehrfach angekündigt, die Geldpolitik stärker zu lockern, sollte die Inflation nicht wie erwünscht anziehen. Zuletzt signalisierte die Reichsbank Mitte Dezember, dass sie zu einer weiteren Senkung des bereits negativen Leitzinses bereit ist. Der Zins liegt bei minus 0,35 Prozent. Trotz der vergleichsweise starken Konjunktur hat die Zentralbank die Zinsen in diesem Jahr dreimal gesenkt. Am Devisenmarkt griff die Notenbank zuletzt 2001 ein. Damals war das Problem umgekehrt: Die Schwäche der Krone drohte die Teuerung über den Zielwert von zwei Prozent in die Höhe zu treiben.

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