Spannung in China: Börsen müssen ohne Notbremse handeln

China setzt den erst kürzlich eingesetzten Mechanismus aus, mit dem der Handel bei zu großen Verlusten ausgesetzt wird. Beobachter erwarten, dass Staatsbanken und öffentliche Fonds bereitstehen, sollte es zu einem zu massiven Crash kommen.

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Chinas Börsenaufsicht CSRC wird nach Angaben der Börsen in Shanghai und Shenzhen den Mechanismus eines automatischen Handelsstopps bei starken Kursverlusten wieder aussetzen. Die Maßnahme soll ab Freitag in Kraft treten, wie die Finanzplätze am Donnerstag mitteilten. In Shanghai war der Handel wegen eines Kursrutsches von sieben Prozent nach nur einer halben Stunde automatisch abgebrochen worden. Der Crash in China hatte weltweit auch bei anderen Börsen für Verluste gesorgt.

Robert Halver von der Baader Bank sagte den Deutschen Wirtschafts Nachtichten, das „Hauptziel Chinas bei der Abschaffung der Notbrense ist, Normalität herzustellen bzw. zumindest zu simulieren“: „Um dies zu erreichen und einen sehr großen Ausverkauf zu vermeiden, stehen wahrscheinlich Banken und Staatsfonds bereit, die massiv aufkaufen, falls die CHinesen stark verkaufen.“ Die Anleger sollten China aktuell meiden und „abwarten, was die kommenden Tage bringen“.

Tatsächlich ist die Maßnahme geeignet, dass Spekulanten einsteigen, wenn die Preise erneut abstürzen. Für den Staat bringt dies den Vorteil, billig einsteigen zu können.

Bereits am Montag waren Chinas Börsen schon um sieben Prozent abgestürzt und der Handel automatisch gestoppt worden. China hatte den Mechanismus nach schweren Börsenturbulenzen erst im vergangenen Jahr eingeführt.

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