US-Regierung fördert Google-Cars massiv mit Steuergeldern

Vier Milliarden Dollar an Steuergelder steckt die US-Regierung in die Entwicklung von fahrerlosen Autos. Erster Nutznießer: Google, das der Regierung eifrig beim Datensammeln hilft. Aber auch Ford und General Motors profitieren vom Geldsegen.

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Die Obama-Regierung will die Entwicklung autonomer Fahrzeuge in den USA beschleunigen. Dazu gibt die Politik neben Milliarden an Fördergeldern auch eine neue nationale Politik zum Thema vor. Dadurch soll vor allem der aktuelle gesetzliche Flickenteppich aufgehoben werden, in dem jeder Bundesstaat andere Regeln für die Testfahrten der Roboterautos aufstellt. So hatte etwa Kalifornien jüngst solche Test auf öffentlichen Straßen für mindestens drei Jahre eingeschränkt, was vor allem Google stark trifft: Der Konzern testet das Google-Car vor allem auf den Straßen in der Nähe seines kalifornischen Hauptsitzes.

Der US-Verkehrsminister Anthony Foxx kündigte auf der Detroiter Auto Show an, neue Prinzipien für den sicheren Betrieb vollautonomer Fahrzeuge bereit in sechs Monaten vorzustellen, so ein Bericht der Financial Times. US-Präsident Obama will demnach zudem vier Milliarden Dollar aus dem Budget für das Jahr 2017 für Technologien zum automatisierten Fahren und zur Fahrzeugsicherheit bereitstellen.

Die Maßnahme läutet ein allgemeines Umdenken ein: Waren viele Staaten bisher eher skeptisch bis restriktiv gegen die Roboter-Autos ohne Fahrer eingestellt, so gilt nun mehr behördliches Wohlwollen gegenüber der Technologie. Die Verkehrsbehörde hat dazu ein neues Grundsatz-Papier veröffentlicht, das klar besagt, Technologien mit nachgewiesener, Daten-gestützten Vorteilen die Straßen sicherer machen, sollten unterstützt werden. Dazu zählt auch die fahrerlose Software, die etwa Google derzeit nur unter strengen Auflagen auf US-Straßen testet. Mittlerweile haben die regelmäßigen Testberichte, die Das Unternehmen an die Behörden senden müssen, und die vergleichsweise geringen Unfallzahlen das Vertrauen in die Technologie offenbar erhöht, auch wenn Google selbst seinen Maschinen neuesten Zahlen zufolge noch nicht weit genug über den Weg traut, um sie tatsächlich ohne Fahrer auf die Straße zu schicken.

Ein starkes Motiv für den Sinneswandel dürfte jedoch die Förderung der heimischen Autoindustrie sein, da die großen amerikanischen Autobauer aktuell selbst massiv in die Technologie investieren: Sowohl Autobauer als  auch IT-Industrie begrüßten entsprechend den Vorstoß der Regierung. Kurz zuvor war Googles Zusammenarbeit mit Ford offiziell geworden und die Absicht des Konzerns, auch mit weiteren Autobauern zu kollaborieren mit dem Ausspruch „man werde eine Menge Hilfe benötigen“ um fahrerlose Autos auf den Markt zu bringen.

Zumindest die US-Regierung scheint diese Hilfestellung nun leisten zu wollen. Zumal die US-Autoindustrie auch mit dem zweiten großen Autobauer General Motors, nun in den Markt für autonome Fahrzeuge einsteigt: Eine 500-Millionen-Investition soll die Entwicklung einer fahrerlosen Taxiflotte in Zusammenarbeit mit dem Fahrdienst Lyft voranbringen.

Auch Ford beschwor auf der Messe die die Zusammenarbeit des öffentlichen und privaten Sektors, ohne die man keinen Rahmen zur Zukunft der Mobilität schaffen könne, da ein Patchwork aus Regulierungen Verwirrung stifte und den Innovation im Weg stehe.

Auch deutsche Autobauer könnten von der neuen Autonomie-freundlichen Haltung der Zulassungsbehörden profitieren: So hat Foxx im Zuge der neuen Politik auch BMW die Erlaubnis erteilt, in den USA seine Fahrzeuge mit einer automatischen Einparkhilfe auszustatten, so dass die Autos künftig auch in den USA ohne Fahrer einparken dürfen.

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