ISIS setzt syrische Truppen mit Kamikaze-Attacken unter Druck

Die Terror-Miliz IS setzt im Osten offenbar erfolgreich auf die Strategie von gleichzeitigen Selbstmord-Anschlägen gegen die syrische Armee. Die Syrer laufen Gefahr, in einen Zwei-Fronten-Krieg zu geraten.

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Gegen die massiert eingesetzten Selbstmord-Attentaten des IS ist auch die russische Luftwaffe machtlos. Hier eine TU-160 auf einem Syrien-Einsatz. (Foto: EPA/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY PRESS SERVICE)

Gegen die massiert eingesetzten Selbstmord-Attentaten des IS ist auch die russische Luftwaffe machtlos. Hier eine TU-160 auf einem Syrien-Einsatz. (Foto: EPA/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY PRESS SERVICE)

Der IS hat am Wochenende seine größte Offensive auf die Hauptstadt der Provinz Deir Ezzor seit dem Dezember 2014 durchgeführt. Deir Ezzor befindet sich zwischen dem Euphrat und der syrischen Wüste, berichtet Almasdarnews. Um in dieser Region militärisch erfolgreich zu sein, mobilisiert der IS zahlreiche Selbstmordattentäter, die dann auch kollektiv eingesetzt werden sollen.

Diese bewegen sich an die Stellungen der syrischen Armee, um sich dann dort in die Luft zu jagen. Nach Angaben des syrischen Militärs gab es in den vergangenen 48 Stunden insgesamt 30 IS-Attacken, wovon zehn Selbstmordattentate gewesen sein sollen. Die Massen-Selbstmordattentate fanden in der Nähe des Kommandozentrums der 137. Artillerie-Brigade in Jabal Thardeh statt. Diese Attentate werden insbesondere in Deir Ezzor als Gegengewicht zur schweren Bewaffnung der syrischen Armee eingesetzt.

Am Montag hat der IS im Deir Ezzor-Distrikt Ayash ein wichtiges Waffenlager der syrischen Arme eingenommen und rückt weiter gegen die 137. Artilleriebrigade vor, berichtet Le Monde. Deir Ezzor24 berichtet, dass es sich dabei um schwere und mittelschwere Waffen handeln sollte.

Bereits am Sonntag hatte der IS fast die völlige Kontrolle über den Osten von Deir Ezzor erlangt, berichtet The Telegraph (Video am Anfang des Artikels).

Wesentlich erfolgreicher erfolgen die syrisch-russischen Militär-Operationen in der westlichen Provinz Latakia, wo es eine Einheit der Führung zwischen dem syrischen und russischen Militär gibt. Im Nordwesten hat die syrisch-russische Koalition an der Grenze zur Türkei die Hochburg der Rebellen umzingelt und von der Versorgung abgeschnitten.

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