VW-Streit mit den USA wird zum Geheimdienst-Poker

VW holt sich einen früheren FBI-Mann als Verstärkungen für den Streit mit den USA. Die Bestellung ist offenbar eine Reaktion auf die Ernennung eines anderen Geheimdienstlers als Schlichter.

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Volkswagen will einem Medienbericht zufolge den früheren FBI-Chef Louis Freeh als Sonderbeauftragten in der Abgasaffäre gewinnen. Der Ex-Chef der Bundespolizei solle insbesondere seine Kontakte in den USA nutzen, wo VW wegen der Manipulation von Abgaswerten mit Milliarden-Schadenersatzzahlungen rechnen muss, berichtete die Süddeutsche Zeitung.

Die Personalie macht den Streit zum finalen Poker zwischen Geheimdienstlern: Denn auch die USA haben einen ehemaligen FBI-Leiter als Schlichter engagiert. Ein kalifornisches Gericht betraute Ex-FBI-Direktor Robert S. Mueller mit der Aufgabe, in mehr als 500 eingereichten Klagen eine Einigung herbeizuführen.

Die Berufung Freehs solle an diesem Dienstag in einem Sonderausschuss des Aufsichtsrats besprochen werden, so die Zeitung. Das Gremium komme in Wolfsburg zusammen, um sich über den Stand der Ermittlungen zu informieren. 2006 hatte Freeh bereits Daimler bei einer Schmiergeldaffäre in den USA beraten.

Unklar ist nach wie vor, welche die Rolle beim gesamten VW-Skandal gespielt haben. Es ist auffällig, dass der Angriff auf VW – das sich unbestreitbare schwere Fehler geleistet hat – zu einem Zeitpunkt kommt, da Deutschland wegen der Flüchtlings- und Euro-Krise ohnehin angeschlagen ist.

 

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