Ölpreis sinkt in Asien auf neuen Tiefstand

In Asien ist der Ölpreis erneut deutlich gefallen. Wenn die Entwicklung anhält, werden sich die Krisen in den Schwellenländern und bei den Erdölproduzenten beschleunigen.

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Der Ölpreis ist auf einen neuen Tiefstand gesunken. In Asien wurde ein Barrel (159 Liter) Rohöl am Mittwoch zeitweise für 27,55 Dollar gehandelt. Das war der tiefste Stand seit zwölf Jahren. Die Nordseesorte Brent, deren Preis am Montag unter die 28-Dollar-Marke gefallen war, kostete zwischenzeitlich 28,28 Dollar und damit 48 Cent weniger als am Dienstag.

Analysten verwiesen auf den am Vortag von der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlichten Monatsbericht. Demnach rechnet die Agentur wegen des Überangebots auf dem Weltmarkt mit weiter sinkenden Rohölpreisen. Sie macht dafür vor allem die Rückkehr des Iran an die Märkte verantwortlich.

Nachdem die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) Teheran die Erfüllung der wichtigsten Auflagen aus dem Atomabkommen von Juli bestätigt hatte, waren am Samstag die meisten Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen den Iran aufgehoben worden. Laut der IEA kann damit die globale Ölproduktion bis Ende März täglich um rund 300.000 Barrel steigen.

Der Ölpreis ist bereits seit gut eineinhalb Jahren unter Druck. Seit Mitte 2014 ist er um etwa 75 Prozent gefallen.

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