Moody’s warnt Rohstoff-Unternehmen vor Herabstufung

Laut Moody’s droht 175 Energie- und Rohstoff-Unternehmen eine Herabstufung der Bonität. Gefährdet sind vor allem zahlreiche US-Firmen. Hier leidet die Fracking-Branche besonders unter den tiefen Ölpreisen.

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Die Ratingagentur Moody’s hat am Freitag bekanntgegeben, dass insgesamt 175 Unternehmen des Rohstoff- und Energiesektors vor einer Herabstufung ihrer Bonität stehen. Mit Total, Royal Dutch Shell und Statoil sind drei der weltgrößten Energiekonzerne von einer Abstufung bedroht, meldet die FT. Auch die Ölservice-Firma Schlumberger findet sich auf der Liste. Schlumberger hatte am Donnerstag bekanntgegeben, aufgrund der schwierigen Lage auf dem Erdölmarkt bis zu 10.000 Angestellte zu entlassen.

Die Ratingagentur geht davon aus, dass sich die Preise für Rohöl nur langsam von ihren derzeitigen 12-Jahres-Tiefständen entfernen werden: „Die Preise für Erdöl sind in den vergangenen Wochen erheblich eingebrochen und haben nominale Tiefstände erreicht, die seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen wurden. Selbst beim Szenario einer moderaten Erholung der derzeitigen Preise werden die Produzenten unter sehr schwachen Cash-Flows leiden“.

Moody’s erwartet für das laufende Jahr im Schnitt einen Ölpreis von 33 Dollar und für 2017 eine Steigerung auf 38 Dollar, betont jedoch, dass sich selbst diese bescheidenen Prognosen als zu optimistisch erweisen könnten.

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