Landesweite Streiks legen Frankreich lahm

Frankreichs Taxifahrer protestieren gegen den Fahrdienst Uber. Die Taxifahrer blockieren seit dem Morgen den Verkehr mit brennenden Autoreifen. Gleichzeitig streiken die Flutlotsen, um bessere Arbeits-Bedingungen zu durchzusetzen.

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Ein Streik der Taxifahrer und Fluglotsen hat den Verkehr im Großraum Paris am Dienstag erheblich beeinträchtigt. An verschiedenen Orten der französischen Hauptstadt, unter anderem an den Flughäfen, fanden sich der Polizei zufolge 1200 Taxifahrer ein. An der Porte Maillot im Westen der Stadt blockierten hunderte Taxis eine Zufahrtstraße in die Stadt. 19 Demonstranten wurden festgenommen.

Die Streikenden warfen auch Steine auf Beamte, Autoreifen brannten. Am Flughafen Orly wurde ein Mensch am Bein verletzt, als sich der Fahrer eines Pendelbusses einen Weg durch die Menge bahnte, die dort ebenfalls die Straße blockierte. Der Busfahrer wurde ebenfalls festgenommen.

Insgesamt waren in ganz Frankreich tausende Taxifahrer zum Streik aufgerufen. Sie protestieren damit gegen die Konkurrenz durch andere Fahrdienste, unter anderem durch den US-Anbieter Uber.

Auch in der Luftfahrt wurde gestreikt: Die Fluglotsen waren ebenfalls zum Ausstand aufgerufen. Jeder fünfte Flug wurde bereits im Vorfeld gestrichen – die Lage an den Flughäfen blieb deshalb zunächst ruhig. Die Fluglotsen protestieren gegen geplante Gehaltskürzungen.

Zudem waren auch die 5,6 Millionen Angestellten des öffentlichen Dienstes zur Arbeitsniederlegung und zu Demonstrationen aufgerufen. Der Sektor ist seit Jahren von Kürzungen betroffen. Landesweit waren mehr als hundert Protestkundgebungen geplant.

Nicht zuletzt wollten auch die Lehrer für höhere Gehälter und aus Wut über die Schulreform auf die Straße gehen. Nach Gewerkschaftsangaben streikte am Dienstag ein Drittel der Grundschullehrer – dem Bildungsministerium zufolge waren es etwa 13 Prozent. Im Osten von Paris blieb eine Vorschule ganz geschlossen.

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