Iran will Öl-Verkäufe in Euro abwickeln

Die iranische Regierung plant angeblich, Ölverkäufe fortan in Euro statt in Dollar abzurechnen. Auch in Dollar notierende Forderungen gegen andere Länder, die das Land aus dem Ölhandel erwirtschaftet hat, sollen demnach in Euro zurückgezahlt werden.

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Der Iran plant anscheinend, Ölverkäufe fortan in Euro zu tätigen, wie Reuters am Freitag mitgeteilt hat. Wie eine Quelle bei der staatlichen Ölgesellschaft gegenüber Reuters sagte, werden die kürzlich ausgehandelten Verträge mit dem französischen Unternehmen Total und der spanischen Raffinerie Cepsa sowie der russischen Litasco in Euro abgewickelt. „In unseren Rechnungen gibt es eine Klausel, der zufolge Öl in Euro im Wechselkur zum Dollar zum Liefertermin bezahlt werden soll“, sagte die von Reuters zitierte Quelle.

Europäische Länder gehören zu den wichtigsten Kunden des Landes. „Viele europäische Unternehmen suchen derzeit im Iran nach Geschäftsmöglichkeiten, deshalb ergeben Einnahmen in Euro Sinn“, sagte Robin Mills von Qamar Energy. Der Iran hat seit Jahren darauf gedrungen, den Dollar im internationalen Ölhandel durch den Euro zu ersetzen. Im Jahr 2007 scheitere das Land damit, die Mitglieder des Förderkartells OPEC von seinen Plänen zu überzeugen. Nach der Aufhebung der gegen das Land gerichteten Sanktionen versucht Teheran erneut, die Abhängigkeit vom Dollar zu reduzieren. Seit Aufhebung der Sanktionen sind die iranischen Exporte von Erdöl nach Europa auf mehr als 300.000 Barrel (159 Liter) gestiegen, wie Reuters am Samstag meldete.

Auch in Dollar ausstehende Forderungen sollen demnach in Euro beglichen werden. Nach Angaben der indischen Regierung sollen ausstehende Schulden von rund 6 Milliarden Dollar in Euro bezahlt werden. Da der Iran Teil des Zahlungssystem SWIFT ist, sei es für das Land einfach, in der jeweils gewünschten Währung bezahlt zu werden. „Wir wollen Euros“, zitiert Reuters die Quelle bei der staatlichen iranischen Ölgesellschaft.

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