Portugal unter Druck: Renditen für Staatsanleihen steigen

Portugal muss Geld am Kapitalmarkt leihen, um die Haushalts-Regeln der EU einzuhalten. Doch die Renditen der zehnjährigen Anleihen steigen deutlich. Das verteuert die Schuldenaufnahme enorm.

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Die portugiesische Regierung beobachtet die steigenden Risikoaufschläge für Staatsanleihen mit Unbehagen. „Wir sind besorgt“, sagte Finanzminister Mario Centeno am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. „Mit anderen Worten: Wir sind angesichts der Situation auf der Hut.“ Die Renditen für portugiesische Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit waren diese Woche auf den höchsten Stand seit Oktober 2014 gestiegen, was die Schuldenaufnahme für das Land verteuert.

Die Regierung rechnet in diesem Jahr mit einem Haushaltsdefizit von 2,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, nachdem es 2015 rund 4,2 Prozent waren. Um die Lücke zu schließen, muss sie sich Geld am Kapitalmarkt leihen. Nur eine Ratingagentur rät Anlegern derzeit zu Investitionen in portugiesische Bonds. „Das ist eine Situation, die uns weniger Spielraum gibt als anderen Ländern“, sagte Centeno.

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