Yellen sorgt mit halbherziger Aussage für Enttäuschung

Die US-Notenbank dürfte am Mittwoch noch keine Rückkehr zur Null-Zins-Politik verkünden. Zwar lässt Chefin Yellen durchblicken, dass eine weitere Erhöhung langsamer erfolgen konnte. Aber die vorsichtige Formulierung ihres Redetextes sorgte für Enttäuschung an den Börsen

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Der DAX am Mittwochnachmittag. (Chart: ariva.de)

Der DAX am Mittwochnachmittag. (Chart: ariva.de)

Die Unsicherheit über die Entwicklung in China und die Auswirkungen der Börsenturbulenzen könnten US-Notenbankchefin Janet Yellen zufolge die US-Wirtschaft von ihrem Erholungskurs abbringen. Es gebe aber gute Gründe davon auszugehen, dass die USA auf ihrem moderaten Wachstumspfad blieben, sagte Yellen laut vorab veröffentlichtem Redetext am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. Dies werde der Notenbank erlauben, ihren geldpolitischen Kurs „allmählicher“ Anpassungen beizubehalten.

Zuletzt hatten heftige Turbulenzen an den Finanzmärkten, ein veritabler Währungskrieg um China, eine unsichere Performance der Regierung in Peking und der Preissturz beim Rohöl die Fed zur Vorsicht gezwungen. Sie entschied auf ihrer Sitzung Ende Januar, den Schlüsselsatz zur Versorgung des Finanzsystems mit Geld bei 0,25 bis 0,5 Prozent zu belassen. Die Währungshüter hatten zuvor im Dezember die Wende eingeleitet und nach sieben Jahren Nullzins ihre Geldpolitik wieder gestrafft.

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