Russland-Sanktionen fügen Renault massiven Schaden zu

Renault hat für das vergangene Jahr einen Gewinnanstieg auf fast 3 Milliarden Euro bekanntgegeben. Die Beteiligung an dem russischen Autobauer Avtovaz sorgte allerdings für große Verluste. Auch im laufenden Jahr dürfte Avtovaz Verluste für Renault generieren.

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Trotz großer Schwierigkeiten auf dem russischen Markt hat der französische Autobauer Renault seinen Gewinn im vergangenen Jahr deutlich steigern können. Der Nettogewinn wuchs 2015 um 48 Prozent auf 2,96 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag laut AFP mitteilte. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2014 um rund zehn Prozent und erreichte 45,3 Milliarden Euro.

Dabei musste Renault 2015 einen Verlust von 620 Millionen Euro wegen der großen Probleme des russischen Lada-Herstellers Avtovaz verkraften, der Renault zusammen mit seinem Partner Nissan und dem russischen Konzern Rostec gehört. In Russland sei der Automarkt im vergangenen Jahr wegen der im Zuge der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen und wegen der fallenden Erdölpreise um 35 Prozent eingebrochen, erklärte Renault. Auch im laufenden Jahr dürfte der Partner Avtovaz Verluste für Renault generieren.

„2015 war ein gutes Jahr für Renault“, sagte Konzernchef Carlos Ghosn am Freitag vor Finanzanalysten. „Auf Grundlage dieser Leistungen können wir 2016 mit einem gewissen Selbstvertrauen angehen.“ In diesem Jahr will Renault in Frankreich 1000 neue Mitarbeiter mit unbefristeten Verträgen einstellen.

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