Vodafone und Liberty fusionieren Telekom-Geschäft in den Niederlanden

Vodafone und der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Global bündeln ihre Geschäfte in den Niederlanden. Der britische Mobilfunk-Anbieter Vodafone zahlt dazu eine Milliarde Euro an Liberty. Entstehen soll ein Gemeinschaftsunternehmen, das landesweit die Nummer zwei der Branche wäre.

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Der britische Mobilfunk-Riese Vodafone und der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Global bündeln ihre Geschäfte in den Niederlanden. Als Teil der Abmachung zahlt Vodafone eine Milliarde Euro in bar an Liberty, wie die beiden Konzerne in der Nacht zu Dienstag mitteilten. Entstehen soll ein Gemeinschaftsunternehmen, das die Vodafone-Sparte in den Niederlanden und die Liberty-Tochter Ziggo umfasst. Das Joint Venture wird landesweit die Nummer zwei der Branche sein hinter der früheren E-Plus-Mutter KPN und vor Tele 2 und der Deutschen Telekom, die sich laut Insidern mit ihrer Tochter T-Mobile aus den Niederlanden zurückziehen will.

Vodafone steht im harten Preiskampf der Branche verstärkt unter dem Druck ehemaliger Monopolisten wie der Deutschen Telekom und dem spanischen Rivalen Telefonica, Mobilfunk, Internet-Anschlüsse, Fernsehen und Festnetz aus einer Hand anzubieten. Dazu hat der Konzern bereits hierzulande Kabel Deutschland gekauft.

Der Zusammenschluss mit Liberty Global ist aber nun nur eine kleine Lösung. Im vergangenen Jahr hatten beide Konzerne noch über eine weitergehende Zusammenlegung von Geschäften in Westeuropa oder eine größere Fusion beraten, letztlich aber erfolglos. In Deutschland gehört Liberty die Kabelnetzfirma Unitymedia, die in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg tätig ist.

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