Türkei: Erdogan sagt nach Anschlag Auslands-Reise ab

Am Mittwochabend ist es in der türkischen Hauptstadt Ankara zu einer schweren Explosion gekommen. Es dürfte zahlreiche Tote gegeben haben. Die Regierung verhängte eine Nachrichtensperre.

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Eine schwere Explosion erschütterte das Regierungsviertel von Ankara. (Foto: Screenshot)

Eine schwere Explosion erschütterte das Regierungsviertel von Ankara. (Foto: Screenshot)

In der türkischen Hauptstadt Ankara ist es am Mittwochabend zu einer schweren Explosion gekommen. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, Krankenwagen seien in die Gegend geschickt worden. Die Detonation habe sich in einem Fahrzeug im Regierungsviertel Cankaya unweit vom Hauptquartier des türkischen Generalstabs ereignet. Bisher liegt die Zahl der Toten bei 28 und die Zahl der Verletzten bei 61, berichtet sondakika.com.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagt seine Reise nach Aserbaidschan ab. Er beruft eine Krisensitzung im Präsidentenpalast ein.

Zahlreiche türkische Medien melden, dass es sich um einen Bombenanschlag handelt, der sich gegen ein Konvoi des türkischen Militärs richtete. Nach bisherigen Erkenntnissen soll es mindestens fünf Tote und zehn Verletzte geben.

Der türkische Premier Ahmet Davutoğlu wollte noch heute Abend nach Brüssel fliegen, um am zweitägigen EU-Gipfel zur Flüchtlingskrise teilzunehmen. Davutoğlu wollte persönliche Gespräche mit EU-Chef Jean-Claude Juncker, EU-Parlamentspräsident und EU-Ratspräsident Donald Tusk führen. Zudem sollte ein Dreier-Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem griechischen Premier Alexis Tsipras stattfinden, berichtet Haberport.

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