Sinkender Ölpreis belastet: Wall Street eröffnet im Minus

Der Börsenhandel in New York startete am Freitag mit Verlusten. Erneute Preisrückgänge bei Erdöl hatten die Skepsis von Anlegern bezüglich der Verfassung der Weltwirtschaft wieder aufleben lassen.

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Der Dow Jones-Index in der Drei-Monats-Sicht. (Grafik: ariva.de)

Der Dow Jones-Index in der Drei-Monats-Sicht. (Grafik: ariva.de)

Erneut nachgebende Ölpreise haben die amerikanischen Börsen zu Handelsbeginn am Freitag belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor in den ersten Minuten 0,6 Prozent auf 16.310 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,8 Prozent auf 1903 Punkte nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,6 Prozent auf 4462 Punkte.

Nach der volatilen vergangenen Woche hoffe der Markt auf eine kleine Verschnaufpause, sagten Händler. Sie warteten auf klare Hinweise, in welche Richtung sich die Weltwirtschaft entwickle. Ein überraschend starker Anstieg der US-Verbraucherpreise im Januar schürte zudem Spekulationen, dass die US-Notenbank an ihrem geplanten Kurs der schrittweisen Zinserhöhungen in diesem Jahr festhalten könnte.

Nach der jüngsten Rally am Ölmarkt sanken die Preise dort wieder ab. Es keimten Zweifel auf, ob sich die großen Förderländer tatsächlich auf eine Deckelung der Produktion einigen können, um das Überangebot anzugehen und die Ölpreise zu stabilisieren. Zuletzt hatten anziehende Ölpreise die Furcht vor einer größeren Flaute der Weltwirtschaft gemindert und den Kursen aus ihrem jüngsten Tief geholfen.

Zu den Gewinnern an der Wall Street gehörte die Aktie von Yahoo mit einem Aufschlag von 2,3 Prozent. Der kriselnde Internetpionier benannte ein Gremium mit unabhängigen Beratern, dass strategische Alternativen prüfen und dem Unternehmen bei einer möglichen Zerschlagung unter die Arme greifen soll. Die Aktien des Landwirtschaftsmaschinen-Herstellers Deere gaben dagegen fast vier Prozent nach. Der Traktorbauer kürzte seine Jahresprognose. Deere geht davon aus, dass seine Verkäufe im Fiskaljahr 2016 insgesamt um rund 10 Prozent und im zweiten Quartal um 8 Prozent im Jahresvergleich zurückgehen werden.

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