Gefahr für Russland: Saudi-Arabien will Terror-Milizen Raketen liefern

Saudi-Arabien will Kämpfer in Syrien mit Raketen ausstatten. Damit könnte der russischen Luftwaffe eine ernsthafte Bedrohung erwachsen. Die Saudis kämpfen über Söldner-Verbände und Terror-Milizen einen verdeckten Kampf gegen die Regierung in Syrien.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Russische TU-22M3 Langstreckenbomber bei einem Einsatz über Syrien, November 2015. (EPA/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY PRESS SERVICE)

Russische TU-22M3 Langstreckenbomber bei einem Einsatz über Syrien, November 2015. (EPA/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY PRESS SERVICE)

Der saudiarabische Außenminister Adel al-Dschubeir will Terror-Gruppen und Söldner-Milizen in Syrien Boden-Luft-Raketen zur Verfügung stellen. Der Minsiter spricht in diesem Zusammenhang von „moderaten Oppositionsgruppen“ – was allerdings ein Euphemismus ist: Die im Krieg in Syrien aktiven Gruppen sind entweder von Regional- oder Großmächten ferngesteuert oder agieren mit Terror-Methoden, wie etwa die zu al-Kaid gehörende al-Nusra Front. Sie wird von den USA und den Saudis unterstützt und kämpff gegen die syrische Regierung und die Russen.

Dem Magazin Der Spiegel sagte Dschubeir, diese Waffen würden es „der gemäßigten Opposition ermöglichen, Hubschrauber und Flugzeuge des Regimes auszuschalten“ – und dadurch die Machtverhältnisse in Syrien zu verändern. Flugzeuge werden allerdings vor allem von Russland eingesetzt: Es ist der syrischen Regierung gelungen, zahlreiche Terror-Gruppen zu besiegen und vor allem den IS in die Defensive zu drängen – eine Entwicklung, die den Saudis nicht gefällt.

Die russische Intervention werde die Regierung von Machthaber Baschar al-Assads langfristig nicht retten. Assad müsse abtreten, um einen politischen Prozess zu ermöglichen. „Die andere Option ist, dass der Krieg weitergeht und Assad besiegt wird.“

Saudi-Arabien sei weiter bereit, den Einsatz einer US-geführten Koalition gegen die Extremistenmiliz IS in Syrien mit Spezialkräften zu unterstützen. Eine ideologische Nähe zwischen dem IS und dem Wahhabismus, der extrem konservativen Auslegung des Islams in Saudi-Arabien, stritt Jubeir ab: „Der IS ist ungefähr so islamisch wie der Ku-Klux-Klan christlich ist.“

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick