Kanadischer Dollar kann von US-Schwäche profitieren

Der kanadische Dollar hat im Zuge des Ölpreis-Verfalls gegenüber dem Dollar deutlich an Wert eingebüßt - dürfte aber jetzt seinen Boden erreicht haben. Mittelfristig ruhen die kanadischen Hoffnungen darauf, dass die Fed die Zinswende verschieben oder sogar beenden muss.

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Der kanadische Dollar hat zum US-Dollar deutlich an Wert verloren. Während sein Kurs Mitte 2014 noch bei rund 0,93 US-Dollar lag, beträgt dieser aktuell nur noch rund 0,72 US-Dollar. Die Währung des öl- und ressourcenreichen Landes leidet unter dem massiven Verfall der Ölpreise. Im Januar markierte der Wechselkurs der Landeswährung mit 0,68 US-Dollar den tiefsten Wert seit 13 Jahren.

Der Einschätzung der kanadischen Investment-Bank CIBC World Markets zufolge wird sich der kanadische Dollar weiter abschwächen, bevor er für den Rest des Jahres um die Schwelle von 0,70 US-Dollar schwanken wird. Danach, so CIBC World Markets, dürfte sich sein Wechselkurs wieder auf Werte um 0,75 US-Dollar erhöhen.

Für diese Annahme sprechen laut CIBC World Markets zwei Faktoren: zum einen geht die Investmentbank davon aus, dass die Ölpreise eine Bodenbildung vollzogen haben und im laufenden Jahr wieder steigen dürften, weil die Nachfrage anziehen werde. Gründe für diese Behauptung nennt das Institut allerdings keine.

Zum zweiten wird erwartet, dass die amerikanische Zentralbank Fed ihre Geldpolitik nicht weiter straffen werde, „weil die Volatilität an den Märkten und eine Reihe schlechter Konjunkturdaten die Fed von Zinserhöhungen zurückschrecken lassen werde.“ Die darauf folgende Schwächung des Dollar werde dem Kanadischen Dollar Auftrieb geben.

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