Sicherheitsrisiko: Nissan sperrt Smartphone-App in Elektroautos

Nissan hat in seinen Elektro-Autos eine Smartphone-App aus Sicherheitsgründen gesperrt. Das Programm könne zu einfach gehackt werden, so Nissan. Die Anwendung steuert die Klimaanlage und Heizung der Fahrzeuge.

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Der japanische Autohersteller Nissan hat eine Smartphone-App zur Steuerung von Klimaanlage und Heizung in Elektroautos der Modelle Leaf und eNV200 vorerst gesperrt, weil die Anwendung ganz einfach gehackt werden kann. Die App stehe vorübergehend nicht zur Verfügung, teilte Nissan am Freitag mit. Andere Funktionen im Auto seien aber nicht betroffen.

Eine interne Untersuchung habe ergeben, dass Klimaanlage, Heizung und weitere Funktionen im Auto über eine „nicht sichere Verbindung“ zugänglich sind, teilte Nissan mit. Betroffen seien allein die Anwendungen, die sich per Smartphone-App steuern lassen. Sie könnten weiterhin per Hand bedient werden, versicherte der Hersteller. Die App werde überarbeitet und „sehr bald“ wieder zur Verfügung stehen.

Zuletzt im vergangenen Sommer hatten Sicherheitsexperten demonstriert, dass sich aus der Ferne in die Funktionen eines Autos eingreifen lässt. Mit Wissen des Fahrers hackten sich die beiden per Laptop über das Unterhaltungssystem eines Jeeps ein und verschafften sich Zugriff unter anderem auf Lenkung, Pedale und Anlasser.

Der Fall schlug damals hohe Wellen, Hersteller Fiat Chrysler rief in den USA 1,4 Millionen Autos für ein Softwareupdate zurück, um sie gegen mögliche Hackerattacken zu schützen. Immer mehr Geräte haben eine Internetverbindung – damit steigt die Gefahr, dass Hacker sich an ihnen zu schaffen machen.

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