US-Wirtschaft wächst stärker als gedacht

Die US-Wirtschaft ist entgegen der Erwartung stärker gewachsen als erwartet. Das sorgte für ein Plus an den US-Börsen. Der private Konsum ging hingegen etwas zurück.

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Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten ist im Schlussquartal 2015 stärker gewachsen als zunächst angenommen. Das Handelsministerium in Washington teilte am Freitag mit, das Bruttoinlandsprodukt habe von Oktober bis Dezember um 1,0 Prozent zugelegt. In einer vorigen Schätzung war noch von einem Plus von 0,7 Prozent die Rede gewesen.

Die Konjunktur kühlte sich dennoch ab im Vergleich zu den Vorquartalen: Im zweiten Quartal hatte die US-Wirtschaft noch um 3,9 Prozent zugelegt, im dritten Quartal von Juli bis September um 2,0 Prozent. Ein Grund für das insgesamt schwache vierte Quartal war ein Rückgang der Unternehmensinvestitionen.

Die höher als erwartet ausgefallenen Wachstumszahlen in den USA haben am Freitag an den US-Börsen für Gewinne gesorgt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte in den ersten Handelsminuten 0,55 Prozent auf 16.788 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,5 Prozent auf 1961 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,71 Prozent auf 4614 Punkte.

Dagegen hat sich die Stimmung der US-Verbraucher leicht eingetrübt. Das Barometer für die Konsumlaune sank im Februar auf 91,7 Punkte von 92,0 Zählern im Januar, wie die Universität Michigan am Freitag abschließend zu ihrer monatlichen Umfrage mitteilte. In vorläufigen Daten war ein Wert von 90,7 ermittelt worden. Die US-Wirtschaft hängt stark von den Ausgaben der Bürger ab und war Ende 2015 mit 1,0 Prozent nur noch halb so stark gewachsen wie im Sommer. Dies lag auch daran, dass der Konsum im vierten Quartal mit 2,0 Prozent vergleichsweise schwach zulegte.

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