Toshiba will Gesundheitssparte komplett verkaufen

Toshiba erwägt offenbar den kompletten Verkauf seiner Gesundheitssparte. Der Elektronikkonzern erhoffe sich dadurch Insidern zufolge Erlöse über 3,2 Milliarden Euro. Toshiba kämpft nach einem milliardenschweren Bilanzskandal mit steigenden Kosten für den Konzernumbau.

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Der angeschlagene Elektronikkonzern Toshiba erwägt Insidern zufolge den kompletten Verkauf seiner Gesundheitssparte. Bei dem zu erwartenden Bieterwettstreit sei mit Erlösen weit über den bislang veranschlagten 3,2 Milliarden Euro zu rechnen, sagten mit den Überlegungen vertraute Personen am Montag. Teile der Gesundheitssparte Toshiba Medical hat das von einem milliardenschweren Bilanzskandal erschütterte japanische Unternehmen bereits zur Disposition gestellt. Steigende Kosten für den Konzernumbau hätten den Vorstand jedoch dazu bewogen, sich komplett von dem Bereich zu trennen, sagten die Insider.

Zu den Interessen zählen demnach der US-Finanzinvestor KKR, der mit Panasonic Healthcare bereits einen Hersteller von Medizinprodukten besitzt. In die zweite Runde des Bieterverfahrens hätten es zudem die japanischen Konzerne Canon, Fujifilm sowie Konica geschafft. Die drei Kamera-Hersteller bieten auch Medizintechnik an. Abgabefrist für die Gebote ist Freitag.

Um wieder auf Beine zu kommen, streicht der japanische Konzern 10.000 Stellen und konzentriert sich auf seine Atomsparte und das weitere Energie-Geschäft wie auch auf die Produktion von Nand-Halbleitern, die in Smartphones zum Einsatz kommen. Die Restrukturierung wird allerdings immer teurer. Für das im März endende Geschäftsjahr 2015/16 rechnet Toshiba mit einem Verlust von 710 Milliarden Yen (5,4 Milliarden Euro) und damit deutlich mehr als mit 550 Milliarden Yen (4,5 Milliarden Euro) zunächst erwartet.

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