Höhere Rohstoff-Preise stützen Börsen in Asien, Dax stagniert

Die Börsen in Asien haben am Donnerstag von höheren Preisen für Erdöl und anderen Rohstoffen profitiert. Damit wurden Befürchtungen gedämpft, dass sich die Schwierigkeiten der Rohstofffirmen auf andere Wirtschaftssektoren und das Bankensystem ausweiten könnten.

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Ein anziehender Ölpreis und positive US-Arbeitsmarktdaten haben den Börsen in Fernost am Donnerstag weiteren Auftrieb verliehen. Die Kurse stiegen somit den dritten Tag in Folge. Viele Anleger setzten offenbar darauf, dass sich die großen Ölförderländer doch noch auf ein Einfrieren der Produktionsmenge zur Stabilisierung der Preise einigten. Im Zuge dessen verteuerten sich auch andere Rohstoffe. Auch die überraschend hohe Zahl der neuen Stellen in der US-Privatwirtschaft steigerte die Kauflaune.

An der Tokioter Börse schloss der Leitindex Nikkei 1,3 Prozent höher bei 16.960 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,4 Prozent auf 1369 Punkte. Der MSCI-Index für Aktien der Asien-Pazifik-Region ohne Japan gewann 1,1 Prozent hinzu. Auch die chinesische Leitbörse in Schanghai und der südkoreanische Markt in Seoul legten leicht zu. Der Börse in Sydney mit ihren Schwergewichten aus der Bergbaubranche verhalfen steigende Preise für Kupfer und Eisenerz zu Gewinnen. Dagegen notierte die Börse in Hongkong etwas tiefer – hier verlor der Leitindex Hang Seng rund 0,5 Prozent.

„Selbst Sektoren, die bis vor kurzem nahe von Allzeit-Tiefs herumhingen, scheinen neues Leben eingehaucht zu bekommen“, sagte CLSA-Stratege Nicholas Smith. Größter Gewinner an der Tokioter Börse war Toshiba. Die Aktien des angeschlagenen Elektronikkonzerns legten um rund sieben Prozent zu. Das Unternehmen steht vor weiteren Großkrediten für den Sanierungskurs. Insidern zufolge geht es um umgerechnet etwa 1,6 Milliarden Euro.

Der deutsche Leitindex Dax startete minimal im Plus bei 9785 Punkten, nachdem er am Vortag 0,6 Prozent zugelegt hatte, und schwankt seitdem um die Nullmarke.

Einer der größten Gewinner waren mit einem Plus von 1,3 Prozent die Aktien von Vonovia. Deutschlands größter Wohnungskonzern glänzte mit einem mehr als verdoppelten Gewinn im vergangenen Jahr. Kräftig abwärts ging es im Nebenwerteindex MDax hingegen für Evonik. Der Chemieriese erwartet 2016 einen Umsatz- und Gewinnrückgang. Die Papiere brachen um mehr als elf Prozent ein.

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