Kofferfirma Samsonite kauft US-Luxusanbieter

Die US-Kofferfirma Tumi wird für 1,8 Milliarden Dollar von Samsonite übernommen. Mit dem Zukauf baut der weltgrößte Kofferhersteller sein Luxussegment aus. Die Samsonite-Aktie stieg nach der Bekanntgabe des Deals deutlich.

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Der weltgrößte Kofferhersteller Samsonite expandiert mit einer Milliardenübernahme in den Luxussektor. Der US-Rivale Tumi werde für 1,8 Milliarden Dollar in bar gekauft, kündigte Samsonite am Freitag an. An den Börsen fand der Zukauf viel Zuspruch. Die in Hongkong gelistete Samsonite-Aktie stieg zwischenzeitlich auf den höchsten Wert seit Oktober. „Es ist ein in vielen Aspekten perfektes Geschäft. Dazu gehören der Vertrieb, die regionalen Stärken und Produkte sowie die Preissegmente, in denen beide Firmen aktiv sind“, sagte die Analystin Boyoung Kim von der Bank BNP Paribas. Langfristig schaffe die Übernahme große Synergien.

Tumi wurde 1975 in den USA gegründet. Die in New Jersey ansässige Firma setzte im vergangenen Jahr 548 Millionen Dollar um, einen Großteil davon auf dem Heimatmarkt. Den Gewinn steigerte Tumi 2015 um fast neun Prozent auf 63 Millionen Dollar. Samsonite, ursprünglich in den USA gegründet und nun mit Sitz in Luxemburg, kündigte an, Tumis Präsenz in Asien und Europa auszubauen.

Samsonite befindet sich seit einiger Zeit auf Einkaufstour. Im vergangenen Jahr übernahm der Branchenprimus den Flughafen-Shopbetreiber Rolling Luggage sowie den italienischen Reisegepäck-Händler Chic Accent. Samsonite macht einen Großteil seiner Geschäfte in China, wo sich zuletzt das Wachstum deutlich verlangsamt hatte. Der Konzern, der für seine Eigenmarke sowie die Lipault-Reisetaschen und Hartmann-Koffer bekannt ist, versucht nun, außerhalb der Volksrepublik stärker zuzulegen.

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