Zusammenarbeit: Bergbaukonzerne Vale und Fortescue greifen chinesischen Markt an

Der weltgrößte Eisenerzkonzern Vale kooperiert mit dem australischen Rivalen Fortescue. Die beiden wollen ihre qualitativ unterschiedlichen Erze mischen und so an den chinesischen Standard anpassen. Der Verschnitt soll so Marktanteile in China gewinnen.

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Der weltgrößte Eisenerzkonzern Vale schmiedet für eine Expansion in China eine Allianz mit dem australischen Rivalen Fortescue. Der brasilianische Konzern kündigte dazu am Dienstag an, einen Minderheitsanteil von bis zu 15 Prozent an der Nummer vier der Branche zu übernehmen. Aus dem hochwertigen Vale-Erz und dem günstigeren Fortescue-Material soll ein Verschnitt hergestellt werden, der qualitativ vergleichbar mit dem Produkt des australischen Konkurrenten Rio Tinto ist, das als Standard bei der Stahlherstellung in China gilt. So wollen beide Seiten in dem rohstoffhungrigen Land Marktanteile gewinnen. Es ist das erste Bündnis dieser Art unter den vier Branchengrößen seit dem Preisverfall bei Erz und Stahl in den vergangenen Jahren.

Das Joint Venture soll jährlich 100 Millionen Tonnen des Erzgemisches herstellen. Das sind etwa zehn Prozent der chinesischen Erzimporte des Vorjahres. Die Produktion soll in den nächsten sechs Monaten beginnen. Widerstände der chinesischen Wettbewerbshüter seien nicht zu befürchten, erklärte Fortescue. Die Ankündigung kommt just zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Preise für Eisenerz wieder etwas erholt haben. Teil des Bündnisses ist auch eine Vale-Beteiligung an bestehenden und neuen Bergwerken von Fortescue.

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