Börsen in Europa: EZB-Geldexpansion stärkt Aktien von Banken

Die Aussicht auf günstige Kredite durch die EZB hat am Freitag die Bankenwerte an Europas Börsen gestärkt. Diese verzeichneten teilweise deutliche Aufschläge von bis zu knapp 8 Prozent. Die durch die EZB verbesserten Refinanzierungsbedingungen könnten der Branche an den Börsen mittelfristig Auftrieb verleihen.

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Die Aussicht auf eine neue Serie von langfristigen günstigen Krediten durch die EZB (TLTRO II) hat die Bankenwerte an Europas Börsen am Freitag beflügelt. Der Branchenindex für die Euro-Zone stieg in der Spitze um 6,4 Prozent. Im Dax zählten die Deutsche Bank und Commerzbank zu den größten Gewinnern. Sie legten zeitweise um 7,7 Prozent und 6,1 Prozent zu. An der Mailänder Börse rückten die Titel der UniCredit, Ubi Banca und Monte dei Paschi di Siena zwischen 8,4 und 7,4 Prozent vor.

Auch an anderen europäischen Börsen profitierten die Banken. Im britischen Leitindex FTSE 100 stiegen die Titel der Royal Bank of Scotland um rund 4 Prozent, während jene der Barclays-Bank um rund 3 Prozent zulegen konnten. Im französischen Leitindex CAC 40 standen die Aktien der BNP Paribas am Mittag mit rund 4 Prozent, jene der Société Générale mit rund 5 Prozent und Titel von Credit Agricole mit rund 6,3 Prozent im Plus. In der Schweiz verzeichnete die Aktie von Credit Suisse einen Aufschlag von rund 5 Prozent, während Titel der UBS um über 3 Prozent stiegen.

Nach den jüngsten EZB-Beschlüssen winken den Finanzinstituten besonders günstige längerfristige Kreditlinien bei der Notenbank. Diese sind daran geknüpft, dass die Banken das billige Geld in Form von Krediten an die Wirtschaft weiterreichen. Sie sollen im Juni 2016 starten. Dies sei eine entscheidende Unterstützung für den Bankensektor, schrieben die Analysten der Metzler Bank in einem Kommentar. Die Refinanzierungskosten würden damit deutlich gesenkt – für die Aktien sollte es daher kurzfristig weiter bergauf gehen, prognostizierten die Experten.

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