China weitet seinen Einfluss im Silber-Markt aus

Die China Construction Bank hat Zugang zu jenem Kartell bekommen, das den Silberpreis am Londoner Markt bestimmt. Zum ersten Mal hat China damit Einfluss auf die Preisgestaltung. Die Neuerung könnte die traditionelle Abhängigkeit des Silberpreises vom US-Dollar schwächen.

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Eine der größten chinesischen Banken hat Zutritt zu jenem Kartell erhalten, dass den Silberpreis bestimmt, wie die Londoner CME Group am vergangenen Sonntag mitteilte. Die China Construction Bank wird demnach künftig mit der britischen HSBC, der amerikanischen Großbank JPMorgan, den beiden kanadischen Instituten The Bank of Nova Scotia und Toronto Dominion Bank und der Schweizer UBS zusammenarbeiten.

Es ist das erste Mal, dass China Einfluss auf die Preisgestaltung des Edelmetalls erhält. Die Entscheidung symbolisiert zudem den wachsenden Einfluss, den asiatische Länder auf die Edelmetallmärkte ausüben. Länder wie China, Russland, Indien, Kasachstan und die Türkei kaufen seit Monaten große Mengen Gold und Silber, während sich die Staaten des Westens zurückhalten.

Die Beteiligung einer chinesischen Bank könnte zudem den Einfluss des Dollars auf den Silberpreis schwächen. Dem Finanzblog Zerohedge zufolge hatte die China Construction Bank angekündigt, bald auf Renminbi (Yuan) lautende Terminkontrakte für physisches Silber in London anzubieten. „Durch solche Produkte wäre es zum ersten Mal möglich, dass physisches Silber in London in Yuan ge- oder verkauft werden kann. Dieser Schritt könnte die traditionelle Verbindung zwischen dem US-Dollar und dem Edelmetall schwächen“, schreibt Zerohedge.

 

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