Kurden streben Autonomie im demokratischen Syrien an

Die Kurden wollen in Syrien in den von ihnen kontrollierten Gebieten den Autonomie-Status erreichen. Dazu solle Syrien in eine föderale Demokratie umgewandelt werden. Die Türkei lehnt diese Idee ab. Ankara fürchtet ähnliche Bestrebungen der Kurden in der Türkei.

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Die Kurden im Norden Syriens streben die Bildung eines föderalen demokratischen Regierungssystems in den von ihnen kontrollierten Gebieten an. Das geht aus einem Dokument hervor, das gegenwärtig auf einer Konferenz in der syrischen Stadt Rmeilan debattiert wird. Vorgesehen sind demnach Gebiete mit demokratischer Verwaltung, die Wirtschaft, Sicherheit und Verteidigung selbst in die Hand nehmen.

Aldar Chalil, ein Vertreter der syrischen Kurden und Mitorganisator der Konferenz, sagte, er gehe davon aus, dass dort ein neues politisches System beschlossen werde und dass ein „demokratischer Föderalismus“ das Beste wäre. In dem Dokument wird es das Föderale Demokratische System von Rojawa-Nordsyrien genannt. Rojawa ist der kurdische Name für das Gebiet. Details würden später ausgearbeitet, sagte Chalil.

Die Türkei erklärte, sie unterstütze die nationale Einheit Syriens. Jegliche Schritte zur Bildung einer Föderation seien ungültig. Die Bildung einer Regierung und die Schaffung von Verwaltungsstrukturen müssten von allen Teilen des syrischen Volkes zusammen mit einer neuen Verfassung beschlossen werden.

In der Türkei lebt ebenfalls eine große kurdische Minderheit, die seit Jahrzehnten um mehr Unabhängigkeit kämpft. Gegner dieses Anliegens fürchten, die Kurden könnten durch die Entwicklungen in Syrien in diesen Bestrebungen gestärkt werden.

 

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