Frankreich: Gehälter der Beamten erstmals seit 2010 erhöht

Die französische Regierung hat die Gehälter der Beamten erstmals seit 2010 wieder erhöht. Die Entscheidung steht unter dem Eindruck von Massenprotesten gegen eine Arbeitsmarktreform der Regierung. Diese wurde bereits abgeschwächt.

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Frankreich hat nach massiven Protesten gegen die geplante Arbeitsmarktreform Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst angekündigt. Die sozialistische Regierung teilte am Donnerstag mit, die seit sechs Jahren eingefrorenen Löhne von Staatsdienern zu erhöhen und dafür rund 2,4 Milliarden Euro in die Hand zu nehmen. Die Bezüge sollen in zwei Stufen um insgesamt 1,2 Prozent steigen.

Ministerpräsident Manuel Valls hat nach Demonstrationen von Gewerkschaften und Studenten die Reformen am Arbeitsmarkt bereits abgeschwächt. Am Donnerstag kam es erneut zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Studenten, als landesweit Tausende gegen die Pläne der Regierung demonstrierten. In Paris setzten Sicherheitskräfte Tränengas ein und nahmen drei Menschen fest, als eine Demonstration aus dem Ruder lief. Studenten blockierten in ganz Frankreich die Eingänge von 115 höheren Schulen.

Valls hatten Anfang der Woche einen neuen Entwurf für die Arbeitsmarktreform vorstellt, der keine verbindliche Deckelung der Abfindungen nach Entlassungen mehr vorsieht. Stattdessen soll es sich bei den Obergrenzen nun um Empfehlungen handeln. Frankreich leidet seit Jahren unter einer hohen Arbeitslosigkeit.

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