Monsanto-Interesse beflügelt Aktie von Bayer

Ein mögliches Interesse des US-Agrarkonzerns Monsanto an der Agrarchemiesparte von Bayer hat der Aktie Auftrieb gegeben. Beobachter sehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch keinen Druck für Bayer, einen Verkauf zu tätigen.

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Das mögliche Interesse des amerikanischen Agrarkonzerns Monsanto an der Bayer-Agrarchemiesparte Crop Science hat die Aktien des Leverkusener Konzerns an die Dax -Spitze geschoben. Titel von Bayer legten um bis zu 5,4 Prozent auf 104,60 Euro zu, sie waren damit so teuer wie seit Ende Januar nicht mehr. Nach Reuters-Informationen hat sich der US-Konzern bereits mit Bayer in Kontakt gesetzt. Der Deal könnte ein Volumen von mehr als 30 Milliarden Dollar haben. Monsanto und Bayer lehnten Stellungnahmen zu den Informationen ab.

Nachdem Monsanto mit seinen Übernahmeavancen beim Pflanzenschutzspezialisten Syngenta gescheitert sei, sei dies theoretisch der nächste logische Schritt des US-Konzerns, schrieben die Analysten der Deutschen Bank in einem Kommentar. Die Stärke von Monsanto liege im Saatgutgeschäft. „Wir sehen bei Bayer jedoch keine Eile, das Pflanzenschutzgeschäft loszuwerden.“

Damit es tatsächlich zu einem Verkauf komme, müsste der Preis wohl höher ausfallen, urteilten die Experten. Auch Händler zeigten sich skeptisch, dass der mögliche Deal für 30 Milliarden Dollar über die Bühne geht. „Dass es Interesse an der Bayer-Sparte gibt, sind sicherlich gute Nachrichten für die Aktien des Konzerns. Aber das heißt noch nicht, dass es tatsächlich zu einem Verkauf kommt“, sagte der Börsianer.

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