Flüchtlinge prägen Zuwanderung nach Deutschland

Nach Deutschland sind im vergangenen Jahr etwa zwei Millionen Zuwanderer gekommen. 860.000 Ausländer haben das Land im gleichen Zeitraum verlassen. Dominiert wird die Entwicklung von den Flüchtlingen.

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Im vergangenen Jahr sind knapp zwei Millionen Flüchtlinge und ausländische Zuwanderer nach Deutschland gekommen, wie AFP meldet. Gleichzeitig zogen rund 860.000 Ausländer wieder fort, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Damit lag der Wanderungssaldo, also die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen, bei 1,14 Millionen. Das ist der höchste jemals gemessene Wanderungsüberschuss von Ausländern in der Geschichte der Bundesrepublik.

Im Jahr 2014 hatte es rund 1,3 Millionen Zuzüge und 766.000 Fortzüge von Ausländern gegeben. Der Wanderungssaldo betrug damit 577.000. Im vergangenen Jahr hat er sich wegen der starken Zuzüge von Flüchtlingen nunmehr verdoppelt, wie das Statistikamt am Montag mitteilte.

Bis 2014 sei die Entwicklung der Zuwanderung zum großen Teil durch die steigenden Wanderungsbewegungen mit anderen EU-Ländern bestimmt gewesen, was mit einem hohen Anteil an vorübergehenden Aufenthalten verbunden gewesen sei. Jetzt werde die Zuwanderung vor allem durch schutzsuchende Flüchtlinge bestimmt. Die Daten basieren auf einer Schnellschätzung auf Grundlage der bislang vorliegenden Zahlen für 2015.

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